Die Bloggergate Affäre

Über eine Affäre die im Endeffekt keine war...

Wer geschichtlich ein wenig bewandert ist, kennt die Watergate Affäre, die im Endeffekt dazu geführt hat das ein amerikanischer Präsident (Richard Nixon) seinen Hut nehmen und vorzeitig von seinem Amt zurücktreten musste. Nun, so ein Begriff wie "Bloggergate" lässt in diesem Zusammenhang natürlich etwas ganz Grosses vermuten und unter diesem Aspekt wurde auch eine "spannende" Story aufgebaut, die auch flux der Presse zu gespielt wurde.

Zu Anfang wurde recht wenig preis gegeben was sich da nun zusammenbraut und somit das Interesse entsprechend geschürt, doch dann kam die "Fakten" auf den Tisch...

Um das Ganze mal abzukürzen, ging es im Endeffekt darum das sich Blogbetreiber dazu hinreissen liessen (Katastrophe!) Geld anzunehmen, um von Firmen Werbung auf ihren Blogs zuzulassen (um genauer zu sein "Links" [genau, die Dinger wo man draufklicken kann um zu einer anderen Seite zu gelangen]).

Mal abgesehen davon das die meisten Blogbetreiber, über Jahre viel Zeit und Mühe investieren, um gute Artikel zu schreiben und meist dafür keinen Cent sehen, gönnen wir denen das kleine "Taschengeld" nun wirklich.

Des Weiteren ist das kaufen oder mieten von Links (um Websites in den Suchergebnissen bei den Suchmaschinen weiter nach vorne zu bringen) auch keine Neuigkeit mehr, im Gegenteil da gibt es sogar einen ganzen Wirtschaftszweig mittlerweile und der nennt sich SEO.

Was letztendlich bleibt ist die Frage nach den Beweggründen des Jenigen, der dieses "Bloggergate" "erfunden" hat, Selbstvermarktung? Oder Unterstützung eines neuen geplanten Projektes?

Am Ende des Tages ist von dieser Affäre jedenfalls nicht viel übriggeblieben ausser das ein paar Blogger wieder ohne einen Cent ihre Zeit in ihren Blog stecken müssen und ein paar Firmen "angeprangert" wurden das sie es gewagt haben ihre Arbeitsplätze zu sichern, in dem sie versuchen bessere Positionen in den Suchmaschinen zu ereichen.

Bloggergate ein klarer eToxics.

KW 49 - Sonntag, 11. Dezember 2016