Der Frühling naht und die Zeckengefahr steigt

Zecken werden in die Gattung der Spinnentiere eingeordnet und sind meist an Stellen zu finden, an denen das Gras hochwächst oder allgemein viel Naturwuchs herrscht.

Sie übertragen Borrelien, die unter Umständen eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (oder auch FSME) auslösen. Einen Impfstoff, welcher einer Infektion mit Borrelien entgegenwirkt, konnte bisher noch nicht entwickelt werden. Man kann sich allerdings gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis immunisieren lassen.

Um einem Zeckenbiss vorzubeugen, empfiehlt es sich, lange Hosen und Oberteile zu tragen. Die Kleidung sollte außerdem hell gestaltet sein denn dadurch ist die zecke für das menschliche Auge schneller erkennbar. Für den Fall, dass die Zecke zugebissen hat, kann man sie mit einer speziell dafür vorgesehenen Zeckenzange entfernen. Die Zange muss dabei am Kopf der Zecke, soweit dieser noch zu sehen ist, angesetzt und hinausgezogen werden. Bei Unsicherheit ist die Konsultation eines entsprechenden Arztes unumgänglich, da die Übertragungszeit der Borreliose-Erreger nur zwölf bis vierundzwanzig Stunden beträgt.

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Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis übertragen sich kurz nach dem Biss der Zecke denn diese werden mit dem Speichel abgegeben. Einzelne Symptome einer Borreliose-Infektion können zum Beispiel Kopfschmerzen, Übelkeit, Gelenkbeschwerden Muskelschmerzen sein. Ein weiteres Merkmal, anhand dessen eine Borreliose-Infektion erstdiagnostiziert werden kann, ist eine Rötung direkt an der Bissstelle. Die Anzeichen für eine Erkrankung an der Frühsommer-Meningoenzephalitis gestalten sich ähnlich, wie bei einer Borreliose-Infektion. Hinzu kommen unter anderem Lähmungse­rscheinungen, eine problematische Atmung und eine Störung des Gleichgewichts. Das Aufsuchen eines Arztes sollte sofort getätigt werden denn bei fünfundzwanzig Prozent aller Betroffenen führt die Infektion zur Entzündung der Hirnhaut.


Bei Haustieren kann man z.B. bei Hunden mit entsprechenden Zecken-Halsbändern eine gewisse Vorbeugung erzielen, um die Zecken nicht unbedingt über die Tiere mit ins Haus zu verschleppen.

Besonders in der Schweiz bestätigt eine Studie des VBS-Labores ein häufigeres Vorkommen von Zecken, als dies bisher vermutet wurde. Ein Risiko, durch Zecken an der Frühsommer-Meningoenzephalitis zu erkranken, besteht vor allem für die Bewohner und Besucher der Städte Luzern, Reussbühl, Rain, Neudorf, Ebikon und Beromünster. Die Gebiete, in denen die Zecken vermehrt auftreten, werden zusätzlich durch Meldungen von Ärzten bestimmt. Daher sollte wiederholt auf eine tägliche Kontrolle an Kleidung und Körperstellen gedacht werden denn eine Erkrankung endet bei einem Prozent der Betroffenen tödlich.


Besonders zu beachten gilt es, wenn Kinder eine dementsprechende Symptomatik äußern da sie die Gefahr nur schwer einschätzen können. Informationen hinsichtlich der Zeckenwarnungen können beispielsweise kurzerhand im Internet oder Fachzeitschriften eingeholt werden.



KW 21 - Mittwoch, 22. Mai 2013